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Carnet infime
jeudi 19/04/62
das heimatliche Land erscheint neu in der abhebung gegen das geschaute meer
und die insel und seine bewohner ja meine errinerung wandert eigentlich
müsste dies von der hütte kommen geschrieben sein wenn die buchenklötze
knistern die hütte eine ganz dicke schneehaube hat die stille und einsamkeit
der berge in der verschneiten landschaft noch unmittelbarer da ist heimatberge
heimatwälder heimattäler der erste gang zur hütte in der
dämmerung das frohwerden in einem freundschaftlichen kreis der weite
blick vom stübenwasen auf die ruhigen linien der dunklen berge der
kurze rast auf baumstämmen die betrachtung der in der sonne träumenden
falter das ballspiel auf der waldwiese der abendgang über die weide
auf dem schmalen pfad nach der lichten stillen stube auf der büreten
und die wanderungen zum feldsee oder zum herzogenhorn durch ein ganz verschwiegenes
tal hinunter nach todtnau und dann zurück ja und im herbst wenn der
erste reif fällt dann sind matten weide wald weiss die luft wird hart
untertags mischt sich darein der geruch der kartoffelfeuer und die bauern
und bäuerinnen stehen stundenlang gebückt an den hängen und
graben der strenge herbst schickt immer wieder auch am klaren tag die grauen
aber fast noch durchsichtigen nebelschwaden dann wird es für augenblicke
dunkel auf dem letzten leuchtenden grün der matten die weide ist grau
gelb gibt der herde nichts mehr her das stille tal glüht abends vom
gold des herbstes und die felsen stehen klar in den blauen himmel später
ein hoher weiter sternenhimmel und sturm man ist hier ausserdem viel einsamer
als im kloster ausserdem will man da immer noch gleich das mönchsgewand
anziehen es ist doch stilwidrig wenn man in zivil durch die klostergänge
geht dort oben nehme ich das wetter wie es kommt sturm nebel schnee sonne
ach die urgewaltige schwäbische bodenständigkeit gegen abend kann
man dann zum stübenwasen gehen oder ins holzschlagbachtal das den unvergleichlichen
blick zum belchen bietet der tiefverschneite schwarzwald in der frühwintersonne
ist etwas einziges ja im winter wenn es schneit 1m20 schnee merkwürdig
wenn man hier oben in einer stürmischen nacht von der plötzlichen
stille erwacht jener stille in der sich die landschaft und das wohnen in
ihr zum winter wandelt wo man gewohnt war vom lager aus die steile tannendunkle
berghalde zu sehen war nur ein mit dem himmel verschwimmendes weiss es scheint
für einen augenblick als stünde ein geballter nebel um die hütte
am tage stehen die blutroten gelben und grünen blätterkuppen der
ahorne in der sonne gegen den schneehang und dazwischen schneiden die nach
westen schneefreien flächen der tiefschwarzen schindeldächer der
bauernhöfe und dahinter weithin die waldigen berkurven mit leichtem
schneeduft überstreut kalt ist es wenn der nordost vom stübenwasen
herunter um die hütte heult am tage aber sommerliche wärme dann
kommt es schon zu ein paar fahrten tja ein völlig gelockerter und freudiger
skilauf oder manche herrliche skifahrt tut oft ihr übriges wenn man
zum beispiel das existieren in einem grand hôtel etwas beschwerlich
findet dann ist es rettend wenn man zu herrlichen fahrten aufsteigen kann
in schöner müdigkeit voll sonne und freiheit der berge noch den
ganzen klingenden schwung der weiten abfahrten im körper kommt man
dann immer abends in seiner skiausrüstung mitten hinein in die eleganz
der abendlichen toiletten ja eine anständige ausrüstung gehört
sich gute feste skistiefel so weit dass man gut zwei paar strümpfe
oder socken tragen könnte diese sind nämlich wichtig zum umschlagen
damit oben der schnee nicht eindringt eine skihose glatter stoff ein ganzer
skianzug ist eigentlich nicht notwendig es geht auch mit dunkler warmer
unterhose glatter rock nicht zu lang kappe mit ohrenschutz handschuh-fäustlinge
aussen glatt innen gefüttert halstuch windjacke skier natürlich
so lang dass mit bequem ausgestrecktem arm die spitze zu erreichen ist huitfeldbindung
ach ja beim kauf der skier immer darauf achten dass die maserungen der lauffläche
parallel der längskante laufen skier aus eschenholz andere sind zu
schwer zu empfehlen echte norweger ganz wunderschön geschnittene bretter
schuhe gleich auf die skier anpassen lassen skistöcke länge bis
zur achselhöhe die schneeteller unten nicht zu klein rucksack nicht
zu gross