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Carnet infime
mardi 24/04/62
die wüste wächst die wüste wächst die wüste wächst
eine einzige frage steht mir vor dem sinn ob dem menschen noch ein heimischer
aufenthalt gewährt ist wie vormals dem griechentum ein anfangender
grosser gewaltiger reicher und doch maassvoller allein auch er hatte nur
seine zeit und brach jäh ab er bleibt unwiederholbar gleichwohl ist
er nicht vergangen er bleibt als der anfang der nach vielfältigen wandlungen
die technische wissenschaftliche industrialisierte welt des gegenwärtigen
zeitalters bestimmt dessen geschichtsgang wird dadurch mitentschieden ob
das verhältnis zum anfang ein vergessendes bleibt oder ein andenkendes
wird ich hüte das verhüllte herkunft ist zukunft es geht um durchhalten
im nichtmehr der entflohenen götter und im nochnicht des kommenden
wir nähern uns athen das schiff wird langsamer der führer verbat
die zerstörung athens ahnte er die nähe des ursprungs der bewegung
die das deutsche dasein erschütterte wäre ich den berufungen nach
berlin berlin münchen gefolgt hätte ich vielleicht die möglichkeit
gehabt an ihn heranzukommen ihm vielleicht begegnen seine wunderbare hand
schütteln aber ich blieb in der provinz und verzichtete auf den vorteil
des grossen wirkungskreises damals 33 ja lange ist es her frisch aber ist
die erinnerung machtrausch wildgewordener plato träumender knabe grösste
dummheit scham nützlich schützt mich trifft aber nicht zu heideggernde
deppen jenseits des rheins sorgen für mich ha der fall h ich habe eine
belehrung darüber was sozial und national denken und handeln heisst
nicht nötig die fahne hoch die reihen dicht geschlossen die innere
wahrheit und grösse der bewegung diesem geschichtlich einzigartigen
aufbruch gehört noch mein gedächtnis ich musste mich einschalten
ich musste ich musste ich musste ich durfte meinem schicksal nicht ausweichen
ich hatte einen auftrag jawohl einen auftrag habe ihn immer noch wer hören
kann der lese es handelte sich darum die welt der griechen in ihrer aufrührenden
grösse und vorbildlichkeit wieder vor augen zu stellen die trümmer
der griechischen tempel und götterbildersind wie die reste und fetzen
der alten sprüche ihrer philosophen was wäre wenn wir sie und
all das unversehrt und ganz besässen alles wäre uns längst
im gewohnten und entleerten aufgegangen so aber muss sich an dem gebliebenen
der kampf der aneignung entzünden diesen anfang umstellt von dunkel
und fragen musste ich in seiner ganzen grösse umtragen nach vorne in
das was mir auftrag werden sollte anfang und auftrag entsprachen sich nur
wer diese weite umspannte vermochte hier mitzuschaffen dachte ich der anfang
der geschichte unseres wesens musste und muss in der antike sprechen man
soll die macht des vorbildes nicht unterschätzen sich nicht scheuen
im dienste des wahren vorbildens zu arbeiten immer klarer wurde mir dass
und wie der anfang unserer abendländischen philosophie für uns
wieder gegenwart werden musste damit wir am vorbild wieder erst lernen könnten
dass nicht alle zu jedem beliebigen und nicht jeder beliebige zu allem das
recht und die würde hätte dass das seiende nicht ist wenn es nicht
je sein gesetz seinen boden seinen ursprung seinen rang hat die wirklichkeit
des volkes und der stämme sollen zu ihren eigenen quellen und kräften
zurückfinden gemeinschaft gefolgschaft zucht auslese waffengang front
kampf eroberung sieg gefahr bedrängnis äusserste not einsatz bis
ins letzte wille zur treue mut zum opfer durch harte tiefe ernste bittere
erbarmungslose klarheit sollte das moderne geschwätz zerschlagen werden
die götzendienerei ausgerottet das wildgewordene volksschullehrertum
eingefriert das journalistische gezwerge weggefegt das umwälzende geschehen
hatte für mich eine ungewöhnliche sammelnde kraft es steigerte
den willen und die sicherheit im dienste eines grossen auftrages zu wirken
und am bau einer volklich gegründeten welt mitzuhelfen eine nationale
und soziale nicht nationalsozialistische welt heil und heilig abbau umbau
aufbau seit langem war mir die blässe und das schattenhafte einer blossen
kultur und die unwirklichkeit sogennanter werte zur nichtigkeit herabgesunken
und liess mich im dasein den neuen boden suchen ich fand ihn und zugleich
die berufung des deutschen in der geschichte des abendlandes nur weil ich
mich dem sein selbst in neuer weise und aneignung aussetzte so erfuhr ich
das gegenwärtige ganz aus der zukunft nur so konnte eine echte teilnahme
wachsen und jene inständigkeit in unserer geschichte als vorbedingung
für ein wahrhaftes wirken im dienste der völligen umwälzung
des deutschen daseins dem gegenüber musste in aller ruhe jenes überall
aufschiessende und allzu eilige mitlaufen mit den neuen dingen hingenommen
werden ich verbat mir allerdings durch solche befürchtungen weder die
erregende wucht des damaligen geschehens zu verkleinern noch diese umwälzung
als versicherung dafür nehmen dass unser volk damit schon seinen verborgenen
auftrag an den ich glaubte und glaube begriffen und die letztwirkenden mächte
für seinen neuen gang gefunden hatte ein zwang zur besinnung selbst
wenn missgriffe unterliefen konnte nur von segen sein im jetzigen weltaugenblick
des abendländischen geschehens dachte ich wäre es zeit einzugreifen
im willen zu einer wirklichen erziehungsgemeinschaft der das weltschicksal
unseres volkes eine innerste not und weitester auftrag werden sollte leben
leib zeugung geschlecht stamm erde ach ja was ist nur daraus geworden aus
meiner grossen arbeit an einem inneren aufbau der universität aus diesem
aufbau sollte erst wieder eine geistige welt entwachsen und dem ganzen volk
einwachsen dann das misslingen ein bohrender pfahl in meinem fleisch es
ging alles dem abgrund zu der sogennante untergang ereignete sich die zerstörung
freiburgs der zusammenbruch aber wir deutschen können ja nicht untergehen
weil wir noch gar nicht aufgegangen sind wir müssen erst durch die
nacht hindurch trauer und freude ich bin nur der übergang zum anderen
anfang ein opfer der schwerhörigkeit der untergang ist keine schwäche
oder gar ein ende untergang ist der gang zur verschwiegenen bereitung des
künftigen des augenblicksund der stätte in denen die entscheidung
über ankunft und ausbleib des gottes fällt unser volk ist nur
volk wenn es in der findung seines gottes seine geschichte zugeteilt erhält
jenes gottes der es über sich selbst hinwegzwingt und es so in das
seiende zurückstellt dieser gott wird die bahnen aufrichten auf denen
sein volk über sich hinauswandert um sein wesen einmal noch zu finden
und den augenblick seiner geschichte auszuschöpfen es ging und geht
um das wesen und vermögen des geschichtlichen selbstbewusstseins der
nation meine arbeit dient der deutschen zukunft und gehört dieser und
wenn es noch tausend jahre des wartens werden müssten bis man mich
hört ja lange ist die zeit aber da ist ja schon der Piräus elfride
schau